Blähungsprophylaxe bei Säuglingen

Blähungsprophylaxe bei Säuglingen

Was du tun kannst, damit dein Baby besser schläft.

 

Eine der häufigsten Fragen die mir in meinem Hebammenleben gestellt worden ist, ist die Frage nach einer  Blähungsprophlaxe bei Säuglingen, bzw was darf ich essen und was nicht!

Das erste worum ich dich bitten möchte, bevor du weiter liest ist, alles zu vergessen was du bist jetzt über Blähungsprophlaxe bei Säuglingen gelernt hat. Denn wahrscheinlich ist es nicht richtig!

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, es gibt keinen Zusammenhang zwischen Ernährung in der Stillzeit und Blähungen beim Kind.

Das bedeutet, du darfst alles essen, was bis du jetzt als „blähend“ gemieden hast. Es ist sogar gewünscht, dass du dich vollwertig und gerne mit einem hohen Anteil an Hülsenfrüchten ernährst. Wie deine (Still-) Ernährung genau aussehen sollte, damit du fit bist für deinen Babyalltag. Erfährst du in meinem Blogartikel Ernährung in der Stillzeit.

Tipps gegen Blähungen

  1. Versuche dein Baby nicht zu schnell trinken zu lassen. das ist beim Brustkind oft nicht ganz so einfach, bei der Flasche kannst du jedoch einen kleinere Lochung beim Sauger nehmen.
  2. Lasse dein Baby eine Brust gut leer trinken.
  3. Setzte dein Baby möglichst in eine aufrechte Trinkposition
  4. Nimm dir Zeit auf das berühmte Bäuerchen zu warten. Lege dein Baby über deine Schulter und klopfe oder streiche leicht über den Rücken deines Kindes. Oder setzte es auf deine Knie und bewege die Knie leicht auf und ab, wie beim Hoppe-Hoppe-Reiter.
  5. Füttere Pre Nahrung. 1ser-Nahrung enthält Stärke und kann deinem Baby Problem mit dem Bauch verursachen. Aber auch die Pre-Nahrungen  haben leichte Unterschiede in der Zusammensetzung. Probiere ruhig einmal eine andere Pre-Nahrung aus, manchmal ist das Problem damit gelöst.
  6. Lege Ruhetage ein. Der heutige Mütter-und Babyalltag ist meist wenig entspannend. da heißt es Rückbildung, Babymassage, Babyschwimmen, Pikip und Verabredungen mit anderen Müttern unter einen Hut zu bekommen. Das kann zu viel für dich und dein Baby sein. Schau was euch beiden gut tut und führe vielleicht ein Tagebuch wann dein Baby viel weint. Denn nicht immer sind es die Blähungen die quälen, sondern die Reizüberflutung des Tages.
  7. Achte auf lockere Kleidung. Babys sehen sehr süß aus in ihren keinen Jeanshosen, aber mal ganz ernsthaft. Wenn du dich ins Bett legst oder auf der Matte turnen willst, tust du das in einer Jeans mit einem breiten Bund?  Babys sollen viel mit den Beinen strampeln um ihre Luft los zu werden. Das können sie in dicken Jeans sehr viel schlechter. Auch das Drehen funktioniert nicht so gut. Außerdem drückt der breite Gummibund auf Babys Bauch, denn der dehnt sich beim Trinken extrem aus. Also, raus aus der Jeans und rein in den Strampler!
  8. Versuche Babymassage. Das sollte allerdings nicht zu den Kolikzeiten passieren, sondern zu einem Zeitpunkt an dem du und dein Baby entspannt seid. Im optimal Fall ist das immer um eine bestimmte Tageszeit. So habt ihr ein schönes gemeinsames Ritual, dass ihr beide genießen könnt.
  9. Probiere Kümmelzäpfchen. Diese erhält du in der Apotheke.
  10. Wenn gar nichts hilft, mache dir einen Termin beim Osteophaten. Diese haben oft sehr gute Erfolg.

 

Waren die Tipps für dich hilfreich? Hast du weitere Fragen? dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

 

Nicola Herrmann