Ernährung in der Stillzeit ist immer ein großes, Angst besetztes  Thema.  Was darf /soll ich essen und was besser nicht, wegen der BLÄHUNGEN!!!!

Damit möchte ich hier und heute, endgültig einmal aufräumen. Es ist zwar richtig, dass du auf deine Ernährung achten solltest. Der Grund warum du achtsam sein solltest, sind jedoch nicht die Blähungen.

Mach dich bereit!

Heute schneiden wir alte Zöpfe ab!

 

Warum du wirklich auf auf die Ernährung in der Stillzeit achten solltest

Vielleicht hast du auch schon einmal gehört, dass Muttermilch immer gleich aufgebaut ist, völlig unabhängig von der Ernährung in der Stillzeit. Das ist nur bedingt richtig. Richtig ist, dass dein Körper immer versuchen wird, dein Kind optimal zu ernähren. Wenn ihm aber die Nährstoffe z.B. Jod oder Seelen fehlen, kann es auch deinem Kind nicht zur Verfügung gestellt werden! Das ist der eine Grund, warum du dich gut ernähren solltest.

Der andere bist du selbst!

Dein Körper hat eine anstrengende Schwangerschaft hinter sich und auch die Stillzeit zehrt, mehr oder weniger spürbar, an deinen Kräften. Je schlechter dein Ernährungsstatus ist, desto weniger fit bist du.

Eins möchte ich direkt klar stellen, es geht mir nicht darum, dass du möglichst schnell wieder schlank wirst alla Heidi Klump. Auch möchte ich dir keine schlechtes Gewissen machen. Bitte denke nicht: „Oh mein Gott ich ernähre mich komplett verkehrt!! Mein armes Kind!!!“

Es geht vielmehr darum, dass du viel Power hast, für deinen turbulenten Baby-und Familienalltag.

Ich möchte das es dir gut geht, denn das ist mit ein paar  ganz einfachen Mitteln zu erreichen.

Was, wenn ich dir sagen würde, dass du  durch eine gute Ernährung nicht nur viel mehr Energie hast, sondern auch die Rückbildung deines Körpers optimal unterstützt?!

Das wäre ziemlich cool, oder? Mehr Energie und eine schnellere Rückbildung, dadurch das deine Zellen gut versorgt sind und sich somit optimal ihrem Job der Rückbildung widmen können.

Möchtest du das?!

Dann lies unbedingt bis zum Ende des Artikels weiter!!!

Wie sollte eine gesunde Ernährung in der Stillzeit aussehen.

Dein Kalorienbedarf  steigt um ca. 600 kcal. am Tag. Den kann man natürlich mit einer Tafel Schokolade ganz wunderbar decken, hilft dir aber leider, in Sachen mehr Energie für dich selbst, nicht weiter.

Du brauchst vor allem mehr:

Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe

Das Eiweiß solltest du hauptsächlich über pflanzliche Eiweißquellen decken. Gute Eiweißlieferanten sind grünes Gemüse, Getreide und vor allem Hülsenfrüchte ( ja du hast richtig gelesen, Hülsenfrüchte). Auch alle anderen Vitamine und Mineralstoffe sind darin enthalten!

Bitte bevorzuge Vollkornprodukte und benutze gute, nativ kaltgepresste Öle z.B. nativ kaltgepresstes Rapsöl.

In welchem Verhältnis die Sachen zueinander stehen sollten, erkläre ich dir in diesem Video.

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen , hat die Ernährung der Mutter  keinen Einfluss auf  die Blähungen beim Kind. Woran das liegt und was du gegen Blähungen tun kannst, erkläre ich dir in meinem Blogartikel Blähungsprophlaxe bei Säuglingen.

 

Was passiert wenn du zu wenig isst.

Isst du nicht genug, kann das mehrere Auswirkungen haben. Es kann sein, dass du  extrem schlechte Laune bekommst. Das war bei mir immer der Fall. Wenig essen in der Stillzeit wäre für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen!!!

Es kann sein, dass du körperlich und geistig nicht so fit bist, wie du es sein könntest, wenn du wirklich gute Nahrung zu dir nehmen würdest.

Außerdem kann es dazu führen, dass die Milchmenge sich verringert. Da solltest du auf jeden Fall ein Auge drauf haben, wenn du mit der ausreichenden Milchmenge zu kämpfen hast!  Iss auf gar keinen Fall weniger!!! Sonst sind all deine Bemühungen für die Katz!

Du hast , wie oben bereits erwähnt, nicht die optimal Zusammensetzung der Muttermilch, es können wichtige Spurenelemente fehlen.

Wenn du unter dein Schwangerschafts-Ausgangsgewicht kommst, bauen sich alte Schadstoffe, die in den Fettzellen gelagert werden, ab. Das führt zu einer Erhöhung der Schadstoffbelastung der Milch.  Solange du deine Schwangerschaftskilos verliert ist alles ok. Das ist deine natürliche  Still-Reserve. Auch eine Abnahme von 0,5 Kilo pro Woche ist zu verkraften, mehr sollten es, wenn möglich aber nicht sein.

Was du in der Stillernährung auf jeden Fall meiden solltest

Leider gibt es  doch, die Dinge die du meiden solltest.

Dazu gehören:

  • Innereien und Wild
  • Ungewaschene Lebensmittel
  • Thunfisch
  • Starkes gerilltes oder geräuchertes
  • Alkohol

Praktische Umsetzung

Wie kannst du jetzt all diese Informationen praktisch Umsetzen. Denn in einem Babyalltag hat man nicht viel Zeit für aufwendige Rezepte und Ernährungsumstellungen.

Mein ultimativer Tipp für alle, die aus dem Stand ihre Ernährung verbessern wollen und nicht mehr als 10 Minuten täglich dafür aufwenden möchten:

Trinke Smoothies!!!

Smoothies, besonders grüne, sind Powerpakete und erhöhen spielend deinen Obst und Gemüsekonsum um ein Vielfaches!

Trinke zum Frühstück und Mittagessen ein großes Glas.  Wenn du bisher wenig Obst und Gemüse auf deinem Speiseplan stehen hattest, kann das für deinen Darm schon mal ungewohnt sein. Achte darauf, dass es dir gut geht damit und reduziere wenn nötig die Menge.

Wenn dir die Smoothies tun und du gerne mehr trinken möchtest, kannst du sie beliebig steigern!

Achte beim Zubereiten der Smoothies auf die Obstsorten die du verwendest. Orangen, Ananas, aber auch Äpfel können bei deinem Baby einen wunden Po machen.

Ich habe dir in meinem Blogartikel Smoothies für die Stillzeit, Rezepte zusammen gestellt, die möglichst wenig Säure enthalten und von deinem Baby gut vertragen werden sollten.

Ich wünsche dir viel Spaß beim ausprobieren!

Nicola Herrmann

 

Wie immer freue ich mich über Kommentare und Fotos in den Kommentaren.